Illegale Schlägerungen auf nicht genehmigter S7-Trasse

Wenn man eine gewisse Zeit für die Umwelt und in UVP-Verfahren engagiert ist, meint man, es kann einen nichts mehr erschüttern. Falsch gedacht! Hat mich bisher die Beugung von Recht zugunsten von ProjektwerberInnen und zu ungunsten von BürgerInneninitiativen und UmweltaktivistInnenen erschüttert, erlebe ich rund um das UVP-Verfahren der S7 eine neue Qualität: des Durchboxens eines umstrittenen Projektes nämlich Rechtsbruch!!

Während nämlich vor 2 Wochen die UVP-Verhandlung für die S7-West in Fürstenfeld stattfand und BürgerInnen und Allianz gegen die S7 dort erfolgreich verhandelt haben, wurden auf der noch nicht genehmigten (!) Trasse der S7 im Edelseewald Schlägerungsarbeiten durchgeführt und zwar illegal!!

Die katastrophalen Folgen in diesem aus naturschutzrechtlichen Gründen sehr sensiblen und daher für die Asfinag problematischen Gebiet sind auf YouTube zu sehen.

Zu den Fakten:

  • Für diese Schlägerungen gab es weder eine forstrechtliche Bewilligung, noch eine Genehmigung durch die UVP, denn diese läuft ja noch.
  • Die Asfinag selbst sieht in ihrer Umweltverträglichkeitserklärung den Edelseewald als besonders sensibles Gebiet mit bedeutenden und artenreichen Vorkommen Fledermäuse, Eulen Spechte) und hat daher auch Ausgleichsmaßnahmen vorgesehen
  • Der Naturschutzgutachter des BMVIT (Behörder, die über die Umweltverträglichkeit der S7 entscheidet) schreibt vor, dass diese Ausgleichsmaßnahmen unbedingt Monate bis 1 Jahr vor Buabeginn erfolgen müssen, weil sonst die S7 NICHT UMWELTVERTRÄGLICH ist!
  • Es wurde bisher aber keine einzige Ausgleichsmaßnahme getätigt, trotzdem aber mit den (ohnehin) Schlägerungen begonnen

Diese Fakten lassen nur eine Schlussfolgerung zu: DIE S7 KANN NIE MEHR UMWELTVERTRÄGLICH SEIN! Das BMVIT muss den Antrag der Asfinag sofort abweisen!

Es kann ja wohl nicht sein, dass jemand der sich nicht an Spielregeln hält, dann auch noch belohnt wird. BürgerInnen und BürgerInneninitiativen verhalten sich rechtskonform, obwohl es Ihnen sehr schwer gemacht wird so ihre Rechte durchzusetzen, von einem staatsnahen Betrieb kann man das wohl erst recht verlangen!

Diese Vorgänge sehe ich als einen Anschlag auf unsere Region. Wir kommt die Asfinag dazu, einfach so, ohne jeglichen Grund (es gibt keinerlei rechtlich legitimierte Gründe) in unsere Region zu kommen und hier einfach einen Teil unserer Region zu zerstören. Ich verurteile das auf das Schärfste.

Was würde wohl passieren, wenn eine BürgerInneninitiative eine Autobahn so beschädigt, dass sie nicht mehr benutzbar ist und dann argumentiert, dass eh kein Verkehr mehr da ist und die Autobahn daher nicht gebraucht wird?

Genau so hat sich aber die Asfinag verhalten!!????

Detailliertere Informationen auf bürgeraktiv.at

Ich fordere vom Verkehrsministerium das UVP-Verfahren zur S7 sofort einzustellen und das mehr als zweifelhafte Verhalten der Asfinag (auch bei anderen Straßenprojekten in Österreich) zu überprüfen.l

Teile diesen Beitrag...
Share on FacebookTweet about this on TwitterShare on Google+Email this to someone

Ein Gedanke zu „Illegale Schlägerungen auf nicht genehmigter S7-Trasse“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.