So schaut’s aus mit der Gleichberechtigung von Frauen in der Gemeinde Jennersdorf

Ein Gemeindetechniker / eine Gemeindetechnikerin soll angestellt werden. Auf die Ausschreibung melden sich sieben InteressentInnen, von denen 2 Männer und eine Frau für die engere Wahl ausgesucht werden. Es stellt sich aber nachträglich heraus, dass einer der beiden Männer die Anstellungskriterien doch nicht ganz erfüllt, deshalb scheidet dieser aus.
Der verbleibende Mann ist Maschinenbauer, die Frau ist Bauingenieurin für Hochbau mit reicher Berufserfahrung bei renommierten Firmen im Bereich Projektmanagement, Projektsteuerung, Controlling, Behördenkontakte, Administration, Vergabewesen, etc.
Im Folgenden ergibt sich in Stadtrat und Gemeinderat eine Diskussion, wer nun angestellt werden soll. Ich verweise darauf, dass unsere Gemeinde mehrere Projekte im Hochbau plant: Gemeindeamt neu, Generalsanierung der NMS, Sanierung der Musikschule, Sanierung KUZ und Neubau eines Gemeindebauhofes. Die Bauingenieurin wäre für uns die richtige Wahl.

Einwurf einer Gemeinderätin: Ob die Bewerberin wohl dann auch richtig arbeiten könne wo sie doch 2 Kinder hat?
Eine andere Gemeinderätin: „Genau, das kennen wir schon, zuerst sagen sie, dass sie Zeit haben, dann sind sie wegen den Kindern dauernd verhindert!“
Meine Gegenfrage, ob der männliche Bewerber gefragt wurde, ob er Kinder hat, und wenn ja, ob er dann Zeit für die Arbeit hat, blieb unbeantwortet!
„Aber dann müsste sie auch zu den Güterwegbaustellen hinausfahren“, zweifelt eine weitere Gemeinderätin an der Qualifikation einer Frau für so komplizierte Aufgaben!
Alle (unqualifizierten) Einwände gegen die Bewerberin kommen von Frauen!

Schließlich findet die Wahl statt:
Der männliche Bewerber erhält den Zuschlag gegen die Stimmen der GRÜNEN und Unabhängigen!
Nachdem ihm die freudige Nachricht mitgeteilt wurde, sagt dieser ab. Er hätte es sich in der Zwischenzeit anders überlegt.

Jetzt spätestens müsste die Bewerberin die Stelle bekommen. Aber weit gefehlt. Niemand bekommt die Stelle! Der neue Bürgermeister sagt, er möchte die Stelle neu ausschreiben! Unser Einwand, dass die Stelle schon ausgeschrieben wurde, und eine bestens geeignete Bewerberin, die die Stelle haben möchte, sofort die Arbeit beginnen könnte, wird ignoriert!

Inzwischen hat diese Bewerberin eine andere Stelle gefunden, mit der sie sehr zufrieden ist. Die Gemeinde lagert technische Angelegenheiten seither an externe Firmen um teures Geld aus!

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