Umweltkompetenz in Jennersdorf

Als „fremde Federn“ bezeichnete die ÖVP Jennersdorf in ihrer April-Aussendung unseren Antrag zur Solarförderung und meint „Themenführerschaft in Sachen Umweltschutz“ übernommen zu haben. Daran sieht man, wie sehr sich der Bürgermeister und die ÖVP mit Anträgen und Ideen der Opposition beschäftigen – nämlich gar nicht.

Die jetzige Solarförderung der Stadtgemeinde ist keine Initiative der ÖVP, sondern eine Werbeinitiative einheimischer Installateure, die von der Stadtgemeinde – einstimmig – unterstützt wird. Das ist ein erster Schritt zu der von uns vorgesehenen umfassenderen Solar- und Photovoltaikförderung – einen entsprechenden Antrag haben wir bereits im Juni 2008 (erstmals bereits im März 2002, ja 2002 kein Schreibfehler) eingebracht.

In Sachen Umweltschutz haben wir unter anderem beantragt / vorgeschlagen:

  • Einsetzung eines Umweltausschusses
  • Beitritt zum Klimabündnis (erstmals 1998)
  • ökologische Mäharbeiten und Nutzung des Schnittmaterials
  • ganzheitliches Energiekonzept für unsere Gemeinde statt Einzelmaßnahmen
  • Durchführen von Sanierungsmaßnahmen bei öffentlichen Gebäuden VOR Umstellung des Heizungssystems
  • flächenschonende und damit energie- und kostensparende Stadtentwicklung statt weiterer Raumverbrauch, Zersiedelung und Feldwegeasphaltierung
  • Beteiligung der Stadtgemeinde am UVP-Verfahren zur Müllverbrennungsanlage Heiligenkreuz
  • gentechnikfreie Zone Jennersdorf
  • umfassendes ökologisches Konzept zur Nutzung der Oberflächenwässer anstelle sie auf kurzem Weg in Grieselbach und Raab zu leiten
  • Verwendung von Natriumdampflampen (gelbes Licht) für die Straßenbeleuchtung (dient dem Schutz von Nachtfaltern etc.)
  • Unterstützung privater Wassergenossenschaften anstelle 3,5fachem Wasserpreis für Notversorgung

All diese Vorschläge wurden leider abgelehnt. Bürgermeister Thomas erklärte zum Antrag auf Einsetzung eines Umweltausschusses, „wir haben keine Umweltprobleme in Jennersdorf“; dass wir in einem Feinstaubsanierungsgebiet leben, es in Jennersdorf eine gewisse Geruchsbelästigung und Verkehrsprobleme gibt, andere Gemeinden uns in Sachen Energieversorgung und Klimaschutz weit voraus sind, hat Bürgermeister Thomas und die ÖVP offenbar nicht ganz mitbekommen. Immerhin stellt die ÖVP auch den Umweltgemeinderat, Initiativen in Sachen Umweltschutz sind uns leider noch keine aufgefallen.

Umweltkompetenz ist und bleibt grün!

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Ein Gedanke zu „Umweltkompetenz in Jennersdorf“

  1. liebe christiane,

    wenn du von geruchsbelästigung sprichst, dann schließt du dich den von bürgermeister thomas im fernsehen (volksanwalt, wo der stadler dem bürgermeister und dem BH ein verfahren anhängen wollte, man hat allerdings nie mehr wieder etwas davon gehört) als „berufsdemonstranten“ bezeichnetem lehrerpackt an der nur vor wahlen die wahrheit spricht – jedenfalls wenn man diversen flugblättern glauben schenken darf.

    wenn wir hier gar in einem feinstaubsanierungsgebiet leben, dann muß die müllverbrennung in heiligenkreuz wilich oben sauberere luft ausstoßen als sie unten einsaugt.
    ebenso die zur drecklieferung benutzten lastwägen.

    oder aber, was nun meine vermutung ist, für den schwarzen süden bleibt einfach nichts anderes über bei der genossenschaft in eisenstadt.
    dort wird ja auch die gedächtnistherme für den geheiligten landeshauptmann und denen die zu seiner rechten sitzen gebaut.

    böse zungen könnte ja auch schon bei kery ansetzen, der war es nämlich der von wegen thermen im schwarzen süden nicht investieren wollte und dementsprechend die quellrechte an die steiermark verhökert hat.
    freilich ist der jetzt unsantastbar, ist ja in den sozialistischen einheitshimmel eingegangen.
    mich würd interessieren, wohin das geld damals ging, noch viel mehr aber wie sich die gemeinde jennersdorf vorstellt, in zukunft ihr budget zu balazieren da nach verkauf der KVA ja nun auch nichts mehr da ist was gewinn abwirft.

    solange „man“ im landtag war, sind noch gewisse dinge nach oben durchgedrungen, in der zwischenzeit – abgesagelt vom eigenen parteivorsitzenden wie die leute reden – ist es eben auch damit vorbei.

    die mäderln in der neuhauser gegend sollen angeblich seither kürzere rockerln tragen hört man.

    einmal wird es in jennersdorf noch stinken, denn eine wiederwahl geht noch.

    hoffentlich ist dann wenigstens das staubige duo in jennersdorf geschichte.

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