Hohe Verschuldung der Stadtgemeinde Jennersdorf

Die Bezirksblätter haben kürzlich dankenswerterweise die Verschuldung der österreichischen Gemeinden der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Leider ist die dargestellte Reihung der Gemeinden fehlerhaft.
Laut den Originaldaten der Statistik Austria hatte die Stadtgemeinde Jennersdorf Ende 2013 mit einer Verschuldung von 3.771 Euro pro Kopf nämlich die sechsthöchste Verschuldung aller 171 burgenländischen Gemeinden. Österreichweit ist Jennersdorf unter den schlechtesten 10% aller österreichischen Gemeinden (2159ster Platz unter insgesamt 2353 Gemeinden).

Die noch höhere Pro-Kopf-Verschuldung anderer Gemeinden in unserem Bezirk – wie Mühlgraben und Heiligenkreuz – kann kein wirklicher Trost für diese triste Situation in unserer Stadtgemeinde sein.

Diese schlechte finanzielle Lage der Stadtgemeinde, auf die wir im Gemeinderat seit vielen Jahren immer wieder hingewiesen haben und die wir auch mit diversen anderen von uns berechneten Kennzahlen belegt haben, wird dadurch leider bestätigt.
Die Schulden aus Leasingverträgen sowie der ausgelagerten Betriebe, Gesellschaften und Gemeindeverbände sind in dieser Darstellung noch gar nicht enthalten. Werden diese einbezogen, ergibt sich Ende 2014 eine Verschuldung von ca. 5.000 Euro für jede JennersdorferIn jeden Alters (das derzeitige Risiko aus dem Fremdwährungskredit treibt das nochmals um etwa 200 Euro pro Kopf in die Höhe).

Trotz teils massiver Gebührenerhöhungen, keinen großen Investitionen und auch einer (teilweise) strikten Sparpolitik bei den Ausgaben in den vergangenen Jahren, hat sich die finanzielle Situation der Stadtgemeinde leider nicht deutlich verbessert.

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