Prekäre Finanzsituation in Jennersdorf

Rechnungsabschluss 2012 zeigt wenig Erfreuliches

Der Rechnungsabschluss 2012, der bei der Gemeinderatssitzung in Jennersdorf präsentiert wurde, bestätigt wieder einmal die hohe Verschuldung und die damit verbundene schwierige Finanzsituation der Stadtgemeinde Jennersdorf.

Die Darlehensschulden betragen 16,7 Millionen Euro. Dazu kommen Leasingverpflichtungen in Höhe von ca. 2,5 Millionen Euro, aber auch anteilige Schulden von Wasser- und Abwasserverband müssen von den Jennersdorfer BürgerInnen über die Gebühren zurückgezahlt werden. Insgesamt ergibt sich eine Summe der Verbindlichkeiten von knapp 23,8 Millionen Euro, das ergibt eine Pro-Kopf-Verschuldung von ca. 5.600,- Euro!

Dazu im Vergleich: Die durch Finanzprobleme geschüttelte Stadt Oberwart hat einen Gesamtschuldenstand von 15,1 Millionen Euro, bzw. eine Pro-Kopf-Verschuldung von 2.100,- Euro.

Stadtrat Robert Necker: „Wir könnten froh sein, wenn wir „nur“ in der Situation von Oberwart wären. Hätten wir außerdem im Jahr 2012 nicht 1,2 Millionen Euro aus dem Verkauf der BEGAS-Anteile bekommen, wäre die Situation noch schlimmer.“

Die GRÜNEN & Unabhängigen kritisierten auch erhebliche Überschreitungen bei einzelnen Ausgabenpositionen bzw. Mindereinnahmen, die nicht schlüssig geklärt werden konnten. Außerdem haben im Rechnungsabschluss 2012 die verpflichtend vorgeschriebenen schriftlichen Erklärungen für die abweichenden Positionen gefehlt.

Dr. Rudolf Dujmovits, Gemeinderat der GRÜNEN & Unabhängigen Jennersdorf und Finanzwissenschaftler an der Karl-Franzens-Universität Graz, meint dazu: „Der Schuldenberg, den die Stadtregierung angehäuft hat, wird den finanziellen Spielraum der Gemeinde noch über Jahrzehnte einengen! Eine äußerst konsequente Haushaltsdisziplin wäre jetzt mehr als angebracht. Leider merken wir davon noch nichts!“

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