Abwasserverband: Hohe Verluste wahrscheinlich!

Der von uns GRÜNEN geforderte Bericht zu den drohenden Verlusten des Abwasserverbandes aus Spekulationsgeschäften fiel äußerst dürftig aus. Bürgermeister Thomas versuchte mögliche Verluste von über 1 Million Euro zu verschleieren, einiges brachten wir doch zu Tage.

Offensichtlich wurden 170.000 Stück Aktien der CA Immo AG zu einem durchschnittlichen Preis von 16 Euro pro Stück gekauft. Der aktuelle Kurs liegt knapp unter 10 Euro pro Stück (siehe www.caimmoag.com ). Im vergangenen Halbjahr hat die Aktie etwa ein Drittel ihres Wertes verloren, im vergangenen Jahr etwa die Hälfte.

Das Prinzip Hoffnung

Im Mai hat die Mitgliederversammlung des Abwasserverbandes laut Bürgermeister Thomas beschlossen, die Aktie derzeit nicht zu verkaufen (im April wollte man noch verkaufen). Die Verluste sind also noch nicht realisiert. Man will mit dem Verkauf warten, bis der Kurs wieder so hoch ist, dass der Verkaufserlös nicht nur den Einkaufspreis sondern auch die angefallenen Zinsen abdeckt, um insgesamt positiv auszusteigen.

Buchverluste von über 1 Million Euro

Dazu wäre vor einigen Monaten ein Kurs von etwa 17 Euro pro Stück notwendig gewesen. Halten Sie einen so starken Kursanstieg für realistisch?

Ein Verkauf beim aktuellen Kurs von etwa 10 Euro würde einen Verlust von etwa 1,2 Millionen Euro bedeuten – ein Wert, der aufgrund steigender Zinsbelastung aber laufend steigt.

Verschleierungstaktik der Bürgermeister

Die Vermutung liegt jedenfalls nahe, dass die roten und schwarzen Bürgermeister auf Zeitgewinn spielen, um Gras über die Sache wachsen zu lassen. Klarerweise wollen sie vor der Wahl auch nicht mit unangenehmen Wahrheiten heraus rücken.

Auf weitere Fragen, wie, zu welchem Zweck und mit welchem Geld diese Aktien gekauft wurden, blieb der Bürgermeister die Anwort schuldig. Wir GRÜNE haben für die nächste Gemeinderatssitzung nochmals eine umfassende und lückenlose Aufklärung über diesen Kauf und seine Hintergründe verlangt. Wir werden nicht locker lassen!

Die Zeche bezahlen wir alle!
Wer hat den Kauf dieser Aktien beschlossen? „Die Mitgliederversammlung“, lautete die lapidare Antwort des Bürgermeisters. Diese besteht aus den Bürgermeistern der Mitgliedsgemeinden.

Demnach spekulieren die roten und schwarzen Bürgermeister mit unserem Geld. Denn allfällige Verluste müssen klarerweise die GebührenzahlerInnen über noch höhere Kanalgebühren abdecken.

Mehr Kontrolle erforderlich
Um solches zumindest zukünftig zu vermeiden, haben wir GRÜNE einen Ausbau der Kontroll- und Mitbestimmungsrechte gefordert.

Eine Reaktion von SPÖ und ÖVP dazu gibt es noch nicht!

Die roten und schwarzen Bürgermeister sollen mit ihrem eigenen Geld spekulieren, aber nicht mit unseren Kanalgebühren!

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